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Anders als bei Staatsschulen wird bei uns am Ende des Schuljahrs ein Textzeugnis erstellt, in dem jeder Fachlehrer einige Zeilen bzw. in der Unterstufe zusätzlich der Klassenlehrer meist 2 Seiten über den Schüler schreibt. Wir gehen davon aus, dass die Schüler nicht nur Leistungen erbringen, sondern mit Hilfe der Unterrichtsinhalte eine Entwicklung durchmachen, die im Zeugnis festgehalten wird. Ein Beispiel: Ein "schwacher" Schüler begeistert sich für gewisse Unterrichtsinhalte und beginnt, entgegen seiner Gewohnheit, umfangreichere Hausaufgaben zu schreiben, bis er irgendwann solche Verständnisschwierigkeiten hat, dass er aufgibt. Nun ermutigt ihn der Lehrer, nicht aufzugeben, er erklärt ihm zusätzlich die Aufgaben und erkennt, dass der Schüler tatsächlich Lernwillen zeigt, diesen auch konstant einsetzt, allerdings einige Verständnisschwierigkeiten hat. Das Endergebnis, die "Leistung", wird nicht so gut sein, wie bei anderen Schülern, allerdings besser als vorher. Ist es in diesem Falle nicht sinnvoll, den Lerneifer zu loben, d.h. diese Leistung zu bewerten und nicht (nur) das Endergebnis? Der Schüler wird dankbar sein und seinen Lerneifer gewiss auch in anderen schulischen Tätigkeiten einsetzen. |