Lebendiges Unterrichten als Grundlage für die Autorität des Unterrichtenden

Zufriedenheit mit einer Unterrichtsstunde sollte, so Rudolf Steiner, einen Lehrer nicht dazu verleiten, sie später zu wiederholen.

 

Denn nur wer sich am Leben orientiert, ist ständig in Verwandlung begriffen. Auf der lebendigen Ausgestaltung des Unterrichtsinhaltes gründet die natürliche Autorität des Grundschullehrers.

 

Echte Autorität setzt ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schüler voraus. Rudolf Steiner betont, dass es "unendlich wichtig" sei, dass das Grundschulkind an dem Erzieher bzw. Lehrer "eine selbstgewählte, freiwillig gewählte Autorität empfindet". Dazu muss
sich der Lehrer erst als würdig erweisen.

Eine autoritäre Haltung ist diesem Ideal diametral entgegengesetzt. Bereits Rudolf Steiner
hatte vorgeschlagen, den Lehrerberuf dadurch immer wieder an das Leben heranzuführen und damit dem "Burn-out-Syndrom" entgegenzuwirken, dass in einem Sabbatjahr der Lehrer z.B. in wirtschaftlichen Berufen arbeitet.

 

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